Juni 2012 im Steinbruch Dambach

Der Bockerer

Regie: Manfred Cambruzzi

Wien, 1938. Der eigensinnige und widerborstige Fleischhauer Karl Bockerer geht in diesen Jahren der Begeisterung für den National-Sozialismus seinen eigenen Weg und lässt sich auch nicht von seiner Frau, einer Anhängerin Hitlers, davon abbringen.

Er muss mitansehen, wie sein eigener Sohn SA-Mitglied und schließlich in den Krieg eingezogen wird, aus dem er nicht mehr heimkehrt. Auch einer seiner besten Freunde, der Eisenbahner und Widerständler Hermann, überlebt die Gefangennahme durch die SA nicht.

Karl Bockerer leistet immer einen stillen und oft auch unbeabsichtigten Widerstand, versucht die Dinge einfach mit Hausverstand zu begreifen und zu leben. Da für solche Menschen in den Jahren des National-Sozialismus kein Platz ist, hat er mit vielen Schwierigkeiten und Schicksalsschlägen zu kämpfen. Trotzdem gelingt es ihm durch seine entwaffnende Ehrlichkeit, welche manchmal schon kindlich naiv ist, diese Zeit zu überstehen und seinem Lebensweg treu zu bleiben.

Ein Stück mit vielen berührenden Momenten, Szenen zum Nachdenken und trotzdem vielen Situationen zum Lachen.

Wachsen an der Herausforderung

"Der Bockerer" ist ein Theaterstück von Ulrich Becher und Peter Preses, welches 1948 in Wien uraufgeführt wurde. Bekannt und populär wurde "Der Bockerer" vor allem durch Franz Antels Verfilmung mit Karl Merkatz in der Titelrolle. Wie immer bei der Umsetzung eines so populären Stoffes bestand auch hier die Gefahr, dass die Produktion mit dem gewohnten Original verglichen wird und dem Vergleich nicht stand hält. Verbindet man den Karl Bockerer doch unter anderem untrennbar mit dem Gesicht und dem unvergleichlichen Spiel von Karl Merkatz. Regisseur Manfred Cambruzzi bewies wieder einmal den richtigen Riecher mit der Besetzung von Helmut Tschellnig als Karl Bockerer. Tschellnig, der schon im Vorfeld von der "Rolle seines Lebens sprach", drückte dem Karl Bockerer seinen eigenen Stempel auf und zog mit seiner Spielfreude das gesamte Ensemble mit. Das Publikum bedankte sich für diese Glanzleistung des gesamten Teams mit einem neuen Zuschauerrekord.

Regie

Manfred Cambruzzi

Darsteller

Karl Bockerer Helmut Tschellnig
Sabine Bockerer Regina Sykora
Hans Bockerer Rene Schifko
Hatzinger Gunther Polak
Dr. Rosenblatt Martin Heinzl
Rayonsinspektor Guritsch Ernst Pirker
Hermann, Eisenbahner Michi Magenbauer
Hermanns Frau Ingrid Schlögl
Ferdinand Gstettner, SA Ernst Klissenbauer
Dr. von Lamm, GESTAPO Franz Leo Popp
Mizzi Haberl Nane Steinbacher
Dr. Galleitner & Alois Selchgruber Jörg Mathera
Knabe, Uhrmacher aus Berlin Alfred Bollauf
Frau Krampflitschek Rosi Fahrecker
Frau Reichl & Frau Klobassa Hanni Weiss
Frau Singer & Kellnerin Helen Heinzl-Hackl
Renèe Singer Valerie Gouche
Wirt & Arzt Walter Prochaska
Berliner Parteigenossen Heinz Scharb, Raoul Roubess, Robert Piller
Unauffällige Raoul Rubess, Robert Piller
Blaubemützter Johann Oswald
Die "Vier im Jeep" Martin Heinzl, Peter Türkel, Heinz Weiss, Ernst Saplotnig
In weiteren Rollen Bianca Hanke, Paula Hellein, Johann Oswald, Josef Holler, Christa Holler, Anna Brunner, Gerti Waizmann, Manfred Cambruzzi, Christian Wielander, Henriette Pettirsch, Eva Peschta

Mitwirkende

Regieassistenz Lydia Schmatz
Souffleuse Brigitta Türkel
Kostüme & Ausstattung Traude Eibner
Bühnenbau Herbert Rozmann, Armin Baumgartner, Günter Schmatz
Elektrik Heinz Pettirsch
Maske Ricarda Blank, Bethy Kniep
Ton- und Lichttechnik Vienna Sound/Vienna Light

Premierenbericht

Gelungene Premiere des Open-Air Theaters

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Bockerer trifft Bockerer

Original trifft Purkersdorfer Bockerer

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Bockerer-Treffen

Treffen der Bockerer

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Tschellnig über Bockerer

Rolle meines Lebens

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