Des Kaisers neue Kleider
Ein eitler, nicht gerade intelligenter Kaiser, zwei Gauner, die diese Eigenschaften ausnutzen, ein unterwürfiger Hofstaat, eine kritische Mamsell und Kinder, die die Wahrheit einfach aussprechen. Das alles auf der Bühne zusammengemixt, ergab ein buntes, witziges aber auch gesellschaftskritisches Kinderstück im Steinbruch Dambach
Des Kaisers neue Kleider ist ein heiteres aber auch gesellschaftskritisches Kinderstück nach dem Märchen von Hans Christian Andersen. Es gibt viele witzige Situationen um einen sehr, sehr eitlen Kaiser, der sein Volk hungern und die Kinder in der Schule frieren lässt. Er verbraucht all sein Geld um sich jeden Tag von seiner Hofschneiderin neue Kleider fertigen zu lassen. Zwei listige Gauner nützen diese Eitelkeit und wollen den Schatz des Kaisers erbeuten, indem sie ihm einreden, aus Gold und anderen Kostbarkeiten die edelsten Stoffe schneidern zu können. Und nur der, der intelligent genug und seines Postens würdig ist, kann diese Stoffe sehen. Der eitle Kaiser fällt darauf herein und überlässt den Gaunern den gesamten Staatsschatz, um sich Kleider schneidern zu lassen, die es eigentlich gar nicht gibt. Doch weder der Kaiser, noch sein gesamter Hofstaat traut sich zuzugeben, die Kleider nicht zu sehen, denn damit würde man ja zugeben, dumm und seines Postens unwürdig zu sein. Die Gauner haben jedoch nicht mit der schlauen Mamsell Frechdachs gerechnet. Letzten Endes ist es die grenzenlose Ehrlichkeit der Kinder, die den Schwindel aufdeckt.
Ein Stück in dem man über den blinden Gehorsam wie über die Eitelkeiten von uns Menschen lachen konnte, das aber dennoch zum Nachdenken anregte.
„Do it yourself“
Besonders stolz ist das Theater Purkersdorf auf die Tatsache, dass bei dieser Produktion sämtliche Kostüme von Traude Eibner in monatelanger Arbeit handgefertigt wurden. Die Musik, speziell das eigens komponierte „Kaiserlied“, stammt aus der Feder von Jörg Mathera, der einen der Gauner spielte. So entstand unter der Leitung von Regina Sykora ein farbenfrohes, musikalisches „Spektakel“, das Jung und Alt begeistern konnte.