Sommer Open Air 2026, Steinbruch Dambach

Das beGEISTERte HAUS

Familienstück von Regina Sykora, Musik: Caroline Vasicek

Premiere: Freitag, 26. Juni 2026
Beginn: jeweils Freitag, Samstag und Sonntag um 18 Uhr
Regie: Regina Sykora (Assistenz: Stefanie Gangemi-Marecek)
Bühnenbau: Helmut Tschellnig, Martin Heinzl
Tickets erhältlich ab 1. Mai 2026

   

Das beGEISTERte HAUS“ ist eine humorvolle, berührende Familiengeschichte mit bissigem Blick auf Macht, Besitz und Zusammenhalt.

Balduin, ein Jahrmarktgeist, führt in ein altes Haus, in dem Geister aus verschiedenen Epochen wohnen – skurril, charmant, manchmal bedrohlich, immer überraschend.

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Sommer Open Air 2025, Steinbruch Dambach

In 80 Tagen um die Welt

Eine Reise mit einem wunderbaren Ensemble auf und rund um die Bühne sowie großartigen Partnern und Unterstützern ist gut zu Ende gegangen - VIELEN DANK!

20.000 Pfund, dass ich die Welt in 80 Tagen umrunden kann!“ Eine tolldreiste Wette im London des 19. Jahrhunderts – kann das mit den Verkehrsmitteln dieser Zeit überhaupt gelingen?

Begleiten Sie mit uns den englischen Gentleman Phileas Fogg (Helmut Tschellnig) und seinen treuen Diener Passepartout (Hans Pauxberger) auf deren unglaublicher Reise um die ganze Welt.
Ob er wohl seine Wette gewinnen und tatsächlich in 80 Tagen wieder in seinem Londoner Club zurück sein kann?
Wo ihn doch auch der misstrauische Inspektor Fix (Heinz Scharb) auf Schritt und Tritt verfolgt – ist dieser noble Gentleman wohl gar ein gemeiner Dieb?

Ein actionreiches, abenteuerliches Bühnenerlebnis mit großem Ensemble und Musik in zwei Akten.

Regie & Text: Regina Sykora, nach dem Roman von Jules Verne
Musik & Choreographie: Caroline Vasicek

Pressemeldungen im Artikel!

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Sommer Open Air 2024

Der Zauberer von Oz

Steinbruch Dambach, Regie Regina Sykora Familienstück, nach einer Erzählung von L. Frank Baum in der Bearbeitung von Regina Sykora, musikalische Leitung Caroline Vasicek

Die wild-romantische Sommerbühne des Theater Purkersdorf war wie geschaffen für die Welt von Oz. Das Ensemble rund um Regisseurin Regina Sykora lud zu einer bunten Fantasiereise mit vielen Überraschungen und dem Erkennen der persönlichen Stärken.

Fotos unter https://www.flickr.com/photos/theaterpurkersdorf/sets/

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Sommer Open Air 2023, Steinbruch Dambach

Dr. Dolittle

Regie: Regina Sykora, mit Helmut Tschellnig in der Titelrolle und Musik von Caroline Vasicek

Dr. Dolittle

…der Doktor, der lieber mit den Tieren lebt und spricht und keine Menschen mehr behandeln will. Doch da bekommt Dolittle Besuch von Lady Rose, die ihn anfleht die kranke Königin zu retten. Nur widerwillig macht er sich mit seinen Freunden, den Tieren und Assistent Steven auf den Weg. Sein Schiff Flunder soll ihn zur Zauberblume bringen, deren Kraft die Königin heilen kann. Viele Abenteuer stehen den Reisenden bevor. Ob das wohl gut ausgehen wird?

Freundschaft und das Überwinden von Ängsten stehen im Mittelpunkt der Theaterfassung von Regisseurin Regina Sykora, sie zeigt mit ihrem engagierten Ensemble, dass uns alles gelingen kann. wenn wir zusammenhalten.

Ein lebendiges, fantasievolles und musikalisch begleitetes Theaterstück für Familien, empfohlen ab 5 Jahren.

Programm zum Nachblättern: Dr. Dolittle_Programm_komprimiert

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Sommer Open Air 2022, Steinbruch Dambach

Don Camillo und Peppone

Regie: Manfred Cambruzzi

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Sommer Open Air 2021, Steinbruch Dambach

Rumpelstilzchen

nach dem Märchen der Gebrüder Grimm, adaptiert und unter der Regie von Regina Sykora, 2.-25. Juli 2021

Weitere Bilder aus den Vorstellungen finden Sie auch unter: Fotoalben

 

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Sommer Open Air 2019, Steinbruch Dambach

Der Räuber Hotzenplotz

Regie: Regina Sykora

Inhalt

Kasperls Großmutter kann sich nur kurz über ihre neue, melodiespielende Kaffeemühle freuen, da kommt doch der garstige Hotzenplotz daher und raubt sie ihr einfach. Kasperl und Seppl lassen sich aber nicht unterkriegen und folgen dem goldgierigen Räuber mit einer List in dessen Höhle. Doch so einfach bekommen sie die Kaffeemühle nicht zurück! Der Räuber und sein ebenso böser Freund, der Zauberer Petrosilius Zwackelmann, nehmen Kasperl und Seppl gefangen und die beiden geraten in ein schwieriges Abenteuer. Mit Schlauheit, Mut, Zauberei und unterstützt von Fee Amaryllis kommt es dann doch noch zu einem guten Ende. Und der Räuber Hotzenplotz? Na, den hat doch der Herr Wachtmeister Dimpfelmoser eingesperrt… denkt Ihr, oder?

Das Ensemble Purkersdorf lud zu einer vergnüglichen Räubergeschichte, wo Märchen und zauberhafte Abenteuer auf unser Publikum warten. Das Ambiente der Open Air Bühne im Steinbruch Dambach (Neu-Purkersdorf) ließ den Zuschauer das Stück besonders eindrucksvoll erleben.

Sommer Open Air 2019, Steinbruch Dambach

Buona Sera, Mrs. Campbell

Regie: Manfred Cambruzzi

Buona Sera, Mrs. Campbell

Also das kann ja vorkommen, dass es drei Männer hintereinander gibt, die aufgrund der Einsamkeit und Angst im Kriegsgeschehen ein bisschen anlehnungsbedürftig sind.Vor zwanzig Jahren war sie selbst ja noch jung und ihr Herz war so groß. Es ist ja vielleicht auch nicht so wichtig, wer von den drei Amerikanern wirklich der Vater ist, solange sie brav zahlen und die entzückende Tochter fördern. Aber was tun, wenn die drei nach so langer Zeit zum Veteranentreffen nach Italien zurückkommen und ihre „Rechte“ einfordern? Tja, die italienischen Nächte haben es in sich! Eine Sommerkomödie, spritzig wie Prosecco und leicht wie ein Sorbetto al limone! Nach dem Drehbuch des gleichnamigen Filmes von Melvin Frank, Denis Norden und Sheldon Keller; Bühnenfassung: Viktoria Schubert

Weihnachten 2018, Steinbruch Dambach

Das Apostelspiel

Regie: Manfred Cambruzzi

Das Ensemble rund um Manfred Cambruzzi zeigt die zeitlose Geschichte rund um Vertrauen und den unerschütterlichen Glauben an das Gute im Menschen. Eine berührende Geschichte, eingebettet in die charmant winterliche Atmosphäre unserer Open-Air Bühne.

Sommer Open Air 2018, Steinbruch Dambach

Der Bauer als Millionär

Regie: Manfred Cambruzzi

Sommer 2018

Das Theater Purkersdorf präsentiert im Sommer 2018 ein klassisches und immer noch zeitgemäßes Zaubermärchen: Der Bauer als Millionär von Ferdinand Raimund.

Die vielfältige Geschichte rund um unerwarteten Reichtum und dem daraufhin schnellen Verlust von Moral und Anstand zeigt durchaus moderne Züge. Ob Bauer des 19. Jahrhunderts oder heutiger Kleinverdiener – Geldsegen macht nicht immer glücklich – und schon gar nicht klüger. Und wenn sich wie hier in die menschlichen Handlungen auch noch überirdische Wesen einmischen, die auch selbst nicht immer Vorbildwirkung haben, dann ist höchste Theaterunterhaltung zu erwarten.

Regisseur Manfred Cambruzzi gestaltet mit seinem Ensemble eine bewusst nur behutsam modernisierte Version des urösterreichischen Schauspiels in der stimmungsvollen Atmosphäre des Steinbruch Dambach in Neu-Purkersdorf.

Premiere ist am Freitag, 22. Juni 2018

 

Sommer Open Air 2017, Steinbruch Dambach

Peter Pan

Regie: Michael Köck

Wer kennt sie nicht, die Geschichte über den Jungen, der nie erwachsen werden wollte?

Von Tommy Schmidt, nach einem Roman von J.M. Barrie.

In Nimmerland – weit weg von allen Erwachsenen – schart Peter Pan, begleitet von der frechen Elfe Tinkerbell, die „Vergessenen Kinder“ um sich. Das sorgenfreie Leben hat ein jähes Ende, als die Piraten rund um den bösen Captain Hook die kleine Tigerlilly entführen. Peter Pan und die Kinder machen sich daran, sie zu befreien und stürzen sich damit in ihr größtes Abenteuer.

Das junge Ensemble rund um Regisseur Michael Köck entführt Sie in eine Welt voll Indianer, Piraten und … einem tickenden Krokodil.

Die musikalische und schwungvolle Inszenierung bietet perfekte Unterhaltung für die ganze Familie.

Modern Sounds Vienna 4 Kids präsentiert

Paula und die Vogelhochzeit

Gastspiel im Steinbruch Dambach

Die kleine Handpuppe Paula erzählt dem Publikum von einem fantastischen Traum. Vom Mond erfährt sie, dass in jener Nacht im Wald eine Vogelhochzeit stattfinden wird. Neugierig macht sich Paula auf den Weg und trifft unterwegs viele lustige Tiere, die ebenfalls zur Hochzeit gehen. Dort angekommen, beobachtet Paula hinter einem Baum versteckt das lustige Treiben – bis sie einschläft…

Sommer Open Air 2016, Steinbruch Dambach

Trilogie der Sommerfrische

Regie: Manfred Cambruzzi

„Ja, auf dem Land passieren Sachen, von denen man in der Stadt nicht einmal träumt.“

In der Sommerproduktion 2016 war Carlo Goldonis „Trilogie der Sommerfrische“, ein Klassiker der italienischen Komödie zu sehen sein, der den ganz normalen Wahnsinn des Sommerurlaubs beleuchtet. Wir bedanken uns bei rund 1.600 Zuschauern, die uns trotz des nicht immer perfekten Wetters die Treue gehalten haben!!

Nach anstrengenden Reisevorbereitungen kann die Reisegesellschaft im Urlaubsdomizil entspannen. Denn dort treffen Klatschbasen, mittellose Mitgiftjäger und Zicken aufeinander, so dass Konflikte vorprogrammiert sind.

Carlo Goldonis Komödien-Trilogie führt Menschen im Finanz- und Ferienfieber vor, die über ihre (finanziellen) Verhältnisse leben und darüber in (eheliche) ungeliebte Verhältnisse schlittern. Goldoni behandelt diese Tragik mit so viel Witz und Tempo, dass das Stück wie gemacht scheint für eine Aufführung unter freiem Himmel im Steinbruch Dambach in Purkersdorf.

Sommer Open Air 2015, Steinbruch Dambach

Ein Sommernachtstraum

Regie: Manfred Cambruzzi

Über den gesamten Spielzeitraum betrachtet, hatte die heurige „Sommersaison“ im Steinbruch eine gewisse Turbulenz. Wetterkapriolen zwischen Eiseskälte und Tropenhitze. Ein 25-jähriges Bestandsjubiläum. Und drei Schauspielergenerationen gemeinsam auf einer Bühne.

Als eines der meistgespielten Stücke der Weltliteratur ist Shakespeares „Sommernachtstraum“ wohl einer jener Klassiker, den so gut wie jedes Theater, das etwas auf sich hält, einmal gespielt haben muss. Und so reicht die Bandbreite der manchmal mehr, oft aber auch weniger professionellen Aufführungen vom subventionierten Staatstheater bis zum ambitionierten Schulklassenstück – immer umweht vom Zauber der Shakespear’schen, augenzwinkernden Dramaturgie. Zu Unrecht gilt das Stück daher mitunter auch als „Gassenhauer“ im Theaterrepertoire. Eine krasse Fehleinschätzung, denn abgesehen vom Inhalt, der geschickt drei Wirklichkeitsebenen zu einer durchaus ebenso spannenden wie heiteren Handlung verknüpft, ist das Stück alles andere als „leicht“ – im Anspruch, wie in der Umsetzung.

Märchenhaftes Jubiläum

Das Jubiläumsjahr 2015 schien daher bestens geeignet, dieses Stück, das gerade für laue Sommertemperaturen puren Sommertheater-Genuss verspricht, nach 1991 ein weiteres Mal in Szene zu setzen. In der prächtigen Naturkulisse, wo Waldgeister, Trolle, Elfen und Feen eben so hingehören. Und da begannen bereits die Probleme: Wo, bitte, nimmt man junge, flatterhafte, zarte Elfen her, wo junge Liebespaare und wo einen Haufen Handwerker, die Theater spielen können. Also die zumindest so tun als ob? Und die noch dazu in Shakespear’schen Reimen sprechen können? Also wurde – wie im Profibereich mit einer Sprech- und Stimmtrainerin so lange zusätzlich zu den Proben geübt, bis Aussprache und Betonung sicher „saßen“.

Sommer Open Air 2015, Steinbruch Dambach

Die Hexe Babajaga

Regie: Regina Sykora
Sommer Open Air 2014, Steinbruch Dambach

Die letzten Tage der Menschheit

Regie: Manfred Cambruzzi

Der hundertste Jahrestag der „Urkatastrophe“ des vergangenen Jahrhunderts brachte den Ersten Weltkrieg in unser Bewusstsein zurück, Parallelen zur heutigen Zeit nicht ausgeschlossen.

Das Theater Purkersdorf programmierte „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus ganz bewusst für das Sommer-Theater 2014. Einer der bedeutendsten satirischen Schriftsteller dieser Zeit hat in seiner Zeitschrift „Die Fackel“ in 220 Szenen mit dem ersten Weltkrieg abgerechnet. Angefangen beim Attentat in Sarajewo über die Kriegsbegeisterung bis hin zum infernalischen Kriegsende. Regisseur Manfred Cambruzzi hat für die Open-Air Aufführung im Steinbruch Dambach 30 Szenen ausgewählt, in denen dem Publikum in 2 Stunden die Dummheit und Gedankenlosigkeit der Verantwortlichen: der Offiziere, der Beamten, der Kriegsgewinnler und der sensationslüsternen Presse vor Augen geführt wurde.

Mut kann man nicht kaufen

Sowohl künstlerisch wie auch finanziell ging das Theater Purkersdorf mit dieser Produktion ein großes Wagnis ein. Immerhin handelt es sich bei „Die letzten Tage der Menschheit“ nicht unbedingt um ein typisches Sommertheaterstück und galt über viele Jahre hindurch sogar als unspielbar. Doch es hat sich gelohnt. Waren die Zuschauerzahlen am ersten Wochenende noch im bescheidenen Rahmen, so konnte über die vierwöchige Spielzeit ein stetiger Anstieg an Zusehern verzeichnet werden.

Unser Publikum wurde zum „Zeitzeugen“ beim Untergang der k&k Doppelmonarchie.
 Durch das minimalistische Bühnenbild konnte man sich voll und ganz auf die zynischen Texte von Karl Kraus in den unterschiedlichsten, teils skurrilen Szenarien, die jedoch alle auf Tatsachen beruhen, konzentrieren. Konnte man anfangs noch über die Dummheit und Arroganz der handelnden Personen lachen, so offenbarten sich im Laufe des Abends immer mehr die Gräuel und das Elend des Krieges und das Lachen wich betretenem Schweigen. Dementsprechend verhalten war der Applaus am Ende des Stückes, nachdem die von Frank Hoffmann eingesprochene Stimme Gottes verkündete „Ich habe es nicht gewollt“. Dies lag jedoch nicht der Qualität der Aufführungen, sondern vielmehr an der Betroffenheit des Publikums – und auch das macht gutes Theater aus.

Sommer Open Air 2013, Steinbruch Dambach

Einen Jux will er sich machen

Regie: Manfred Cambruzzi

„Wenn man nur aus unkompletten Makulaturbüchern etwas vom Weltleben weiß, wenn man den Sonnenaufgang nur vom Bodenfensterl, die Abendröthe nur aus Erzählungen der Kundschaften kennt, da bleibt eine Leere im Inneren, die alle Ölfässer des Südens, alle Haringfässer des Nordens, nicht ausfüllen, eine Abgeschmacktheit die alle Muskatblüth Indiens nicht würzen können.“

Als der von der Einförmigkeit seines Alltags frustrierte Kommis Weinberl von seinem Chef Zangler in Aussicht gestellt bekommt, Associé (Kompagnon, Mitinhaber) in dessen Gemischtwarenladen werden zu können, räsoniert er über sein bisheriges Leben. Anstatt wie aufgetragen, in Zanglers Abwesenheit auf das Gwölb der Gewürzwarenhandlung aufzupassen, begibt sich Weinberl mit dem Lehrling Christopherl, der einiges über die große Welt zu lernen hofft, in die nahe gelegene Hauptstadt, um endlich einmal ein „verfluchter Kerl“ zu sein. Schneller, als ihnen lieb ist, kommt es zu den turbulentesten Begegnungen. Sie laufen ihrem Chef Zangler in die Arme, der seine zukünftige Gattin besucht, machen Bekanntschaft mit anspruchsvollen Damen der Gesellschaft sowie mit Marie, Zanglers Mündel, die mit ihrem vom Vormund nicht goutierten Liebhaber August Sonders fliehen will. Schließlich geben sie sich sogar als das Liebepaar Marie und August aus, bis fast alle handelnden Personen gleichzeitig aufeinander treffen. Gerade noch entkommen die beiden und kehren reumütig zum Geschäft zurück. Dort ertappen sie zwei Einbrecher auf frischer Tat und werden dafür von Zangler belobigt. Auch Marie und August dürfen einander endlich in die Arme schließen. Letzen Endes ist Weinberl, der seiner Angebeteten einen – erfolgreichen – Heiratsantrag macht, ist von seiner Sehnsucht ein „verfluchter Kerl“ zu sein, geheilt.

Zeitlose Unterhaltung

Das Stück hat auch noch 170 Jahren nichts an Sprachwitz, turbulenter Situationskomik und temporeichen Verwechlungen verloren. Bissig, ironisch, zynisch, dann wieder derb und fast sentimental. Nahtlos reihen sich die Gags und minutiös erarbeiteten Szenen aneinander, ohne Bruch geht bissige Sozialkritik in leichte Unterhaltung über. Großes österreichisches Volkstheater ist angesagt, Sommertheater auf höchstem Niveau.

Sommer Open Air 2013, Steinbruch Dambach

Des Kaisers neue Kleider

Regie: Regina Sykora

Ein eitler, nicht gerade intelligenter Kaiser, zwei Gauner, die diese Eigenschaften ausnutzen, ein unterwürfiger Hofstaat, eine kritische Mamsell und Kinder, die die Wahrheit einfach aussprechen. Das alles auf der Bühne zusammengemixt, ergab ein buntes, witziges aber auch gesellschaftskritisches Kinderstück im Steinbruch Dambach

Des Kaisers neue Kleider ist ein heiteres aber auch gesellschaftskritisches Kinderstück nach dem Märchen von Hans Christian Andersen. Es gibt viele witzige Situationen um einen sehr, sehr eitlen Kaiser, der sein Volk hungern und die Kinder in der Schule frieren lässt. Er verbraucht all sein Geld um sich jeden Tag von seiner Hofschneiderin neue Kleider fertigen zu lassen. Zwei listige Gauner nützen diese Eitelkeit und wollen den Schatz des Kaisers erbeuten, indem sie ihm einreden, aus Gold und anderen Kostbarkeiten die edelsten Stoffe schneidern zu können. Und nur der, der intelligent genug und seines Postens würdig ist, kann diese Stoffe sehen. Der eitle Kaiser fällt darauf herein und überlässt den Gaunern den gesamten Staatsschatz, um sich Kleider schneidern zu lassen, die es eigentlich gar nicht gibt. Doch weder der Kaiser, noch sein gesamter Hofstaat traut sich zuzugeben, die Kleider nicht zu sehen, denn damit würde man ja zugeben, dumm und seines Postens unwürdig zu sein. Die Gauner haben jedoch nicht mit der schlauen Mamsell Frechdachs gerechnet. Letzten Endes ist es die grenzenlose Ehrlichkeit der Kinder, die den Schwindel aufdeckt.

Ein Stück in dem man über den blinden Gehorsam wie über die Eitelkeiten von uns Menschen lachen konnte, das aber dennoch zum Nachdenken anregte.

„Do it yourself“

Besonders stolz ist das Theater Purkersdorf auf die Tatsache, dass bei dieser Produktion sämtliche Kostüme von Traude Eibner in monatelanger Arbeit handgefertigt wurden. Die Musik, speziell das eigens komponierte „Kaiserlied“, stammt aus der Feder von Jörg Mathera, der einen der Gauner spielte. So entstand unter der Leitung von Regina Sykora ein farbenfrohes, musikalisches „Spektakel“, das Jung und Alt begeistern konnte.

Sommerstück 2012, Steinbruch Dambach

Der Bockerer

Regie: Manfred Cambruzzi

Wien, 1938. Der eigensinnige und widerborstige Fleischhauer Karl Bockerer geht in diesen Jahren der Begeisterung für den National-Sozialismus seinen eigenen Weg und lässt sich auch nicht von seiner Frau, einer Anhängerin Hitlers, davon abbringen.

Er muss mitansehen, wie sein eigener Sohn SA-Mitglied und schließlich in den Krieg eingezogen wird, aus dem er nicht mehr heimkehrt. Auch einer seiner besten Freunde, der Eisenbahner und Widerständler Hermann, überlebt die Gefangennahme durch die SA nicht.

Karl Bockerer leistet immer einen stillen und oft auch unbeabsichtigten Widerstand, versucht die Dinge einfach mit Hausverstand zu begreifen und zu leben. Da für solche Menschen in den Jahren des National-Sozialismus kein Platz ist, hat er mit vielen Schwierigkeiten und Schicksalsschlägen zu kämpfen. Trotzdem gelingt es ihm durch seine entwaffnende Ehrlichkeit, welche manchmal schon kindlich naiv ist, diese Zeit zu überstehen und seinem Lebensweg treu zu bleiben.

Ein Stück mit vielen berührenden Momenten, Szenen zum Nachdenken und trotzdem vielen Situationen zum Lachen.

Wachsen an der Herausforderung

„Der Bockerer“ ist ein Theaterstück von Ulrich Becher und Peter Preses, welches 1948 in Wien uraufgeführt wurde. Bekannt und populär wurde „Der Bockerer“ vor allem durch Franz Antels Verfilmung mit Karl Merkatz in der Titelrolle. Wie immer bei der Umsetzung eines so populären Stoffes bestand auch hier die Gefahr, dass die Produktion mit dem gewohnten Original verglichen wird und dem Vergleich nicht stand hält. Verbindet man den Karl Bockerer doch unter anderem untrennbar mit dem Gesicht und dem unvergleichlichen Spiel von Karl Merkatz. Regisseur Manfred Cambruzzi bewies wieder einmal den richtigen Riecher mit der Besetzung von Helmut Tschellnig als Karl Bockerer. Tschellnig, der schon im Vorfeld von der „Rolle seines Lebens sprach“, drückte dem Karl Bockerer seinen eigenen Stempel auf und zog mit seiner Spielfreude das gesamte Ensemble mit. Das Publikum bedankte sich für diese Glanzleistung des gesamten Teams mit einem neuen Zuschauerrekord.